

Die künstlerische Arbeit Helmut Oppermanns bedeutet für ihn ein bestimmtes In-der-Welt-sein. Die Abbildungen, auch wenn sie nicht die Realität darstellen, zeigen eine ganz eigene Wirklichkeit, mit der Helmut Oppermann in Kontakt tritt.
Die Verarbeitung des Werkstoffs Blei bedeutet für den Künstler u. a. Bewegungsstopp, Verharren in der Form. Die Zeichnung, die das Werk begleitet, soll das übererdschwere Blei wieder in Bewegung bringen und lässt das Objekt (Bild) zurück - macht es zur Vergangenheit.
Die Arbeiten entstehen aus einer Struktur heraus, so dass jedes Objekt/Bild zunächst als etwas Abstraktes in Erscheinung tritt und das sowohl aus technischer, als auch psychologischer Sicht. Bei seinen Landschaften ergibt sich in dieser Vorgehensweise der Effekt von Erinnerung, der sich von der realen Landschaft unterscheidet.
Was Helmuts Bilder ausmacht, ist, dass die einzelnen Schritte ihrer Entstehung auf Veränderung abzielen. Somit beinhaltet jede Arbeit auch ein Ringen zwischen Veränderung und Fertigstellung. In einigen Gestaltungen, vor allem in den figürlichen oder denen, die Köpfe darstellen, versucht der Künstler den Zerstörungsprozess mit einzubeziehen - als Teil des Lebens.
Einige der abstrakten Ölbilder haben neben alledem auch etwas mit Schaffenslust zu tun - Gedanken an Personen, Situationen, Architektur, Städte, der ewige Fluss im Künstler verweben (oder spinnen) sich zu diesen Kompositionen zusammen, die bei genauerem Hinsehen auch alle eine Melodie in sich haben.
Die Vernissage findet am Sonntag den 06.08.2006 um 15 Uhr statt.
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